Thomas Mandl, gebürtiger Penzberger, absolvierte sein Staatsexamen nach einer Ausbildung an Klavier, Trompete und Violoncello an der Musikhochschule Stuttgart und besuchte gleichzeitig Dirigierkurse bei Noam Sheriff, Peter Gülke und Sergiu Celibidache. Daneben gründetete er in München das ABACO-Orchester an der Ludwig- Maximilians-Universität, mit dem er mehrere Gastreisen ins Ausland durchführte und hielt zwischenzeitlich eine Chordirektorenstelle beim Tölzer Knabenchor inne.
Seine erste Dirigentenstelle trat er bereits 1991 während seines Dirigierstudiums am Tschaikowsky-Konservatorium Kiew an. Dort gründete und leitete er bis 1995 das Kammerorchester der Philharmonie Odessa.
1995 trat er als Erster Kapellmeister am Ulmer Theater an und leitete bis 2003 neben vielen Uraufführungen in Oper und Ballett auch Sinfoniekonzerte sowie Jugendprojekte und Gesprächskonzerte und war beim Internationalen Donaufest aktiv. Noch heute ist er als Dozent an der Musikhochschule München tätig und tritt als Pianist bei Kammerkonzerten und Liederabenden auf.
Gastdirigate führten ihn zum Ukrainischen Staatsorchester Kiew, dem Radio- Sinfonieorchester Kiew, ans Maly Theater St. Petersburg, zur Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, zu den Münchner Symphonikern, der Philharmonia Hungarica Marl, der Staatskapelle Schwerin, den Bühnen Graz und dem Deutschen Kammerorchester Berlin.
Seit 2003 ist Thomas Mandl Chef-Dirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie. Mit großem visionärem Einsatz setzt er seitdem starke Akzente in der Programmgestaltung und leitet die Anpassung des Orchesterprofils der Bad Reichenhaller Philharmonie im Wandel des Staatsbads Bad Reichenhalls.
Innerhalb kurzer Zeit gelangen ihm die Einführung neuer Konzertreihen, eines erweiterten neuen Repertoires, konzertanter Opernaufführungen, eine inhaltlich und formal völlig neue Ausrichtung des Orchesters als Philharmonie sowie die neue Darstellung des Orchesters und der Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen.
Durch das Studium bei Sergiu Celibidache sowie durch seine Mehrsprachigkeit und Auslandsaufenthalte erreicht Mandl hohes Einfühlungsvermögen in die Couleur der jeweiligen musikalischen Gattung und Nationalität.
Langjährige Erfahrung an Operntheatern (Odessa, Ulm) sowie ein eigenes Gesangsstudium machten aus ihm einen kongenialen Begleiter von Sängern und Solisten und ermöglichen ihm auf diesem Gebiet tiefgehende professionelle Arbeit. Hoch gelobt sind seine Interpretationen im Fach der italienischen Oper - Belcanto wie Verismo.
Organisatorisches Talent und visionäre Charakterzüge führten ihn zur Gründung von bereits zwei Orchestern, die heute noch erfolgreich spielen: das ABACO-Orchester an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (1988) sowie das Kammerorchester der Staatlichen Philharmonie Odessa (1992).
